Hilfe beim Aufräumen und Ausmisten

Hilfe beim Aufräumen und Ausmisten bieten die folgenden 10 Fragen, die man sich beim radikalen Ausmisten stellen sollte. Den oft scheitert es beim Aufräumen und Ausmisten, weil nicht die richtigen Fragen gestellt werden. Man behält dann doch viel mehr Sachen, als erwünscht und irgendwann gibt man auf, weil der Berg einfach zu groß ist. Im Text findest du ergänzende Links zu meinen beliebten YouTube Videos (falls du mir noch nicht folgst, hier kannst du ein kostenloses Abo hinterlassen). 

Hilfe beim Aufräumen und Ausmisten - Frage 1: Was will ich behalten?

Bei einem neuen Entrümpelungsprojekt machen viele den Fehler, dass sie den Schrank öffnen und sich fragen: Welche Dinge sollte ich entrümpeln? Vielleicht entrümple ich dieses und jenes. Und dann schließt man frustriert den Schrank und ist enttäuscht, weil man so viele Sachen hat und nicht weiss, wie oder wo starten. Dann gibts vielleicht im Umfeld Stimmen, die sagen: "Schmeiß einfach einen Haufen Zeug weg, dann wird dein Leben freier und alles wird leichter zu organisieren sein! Das hilft dir dann wahrscheinlich auch nicht weiter. Versuche stattdessen deine Herangehensweise zu ändern. Frage dich vorher im Kopf "Was will ich behalten?" Öffne dann den Schrank, und picke genau diese Sachen heraus. Das ist deine Essenz, deine 20% die zu 80% deiner Zeit im Einsatz sind. Dahinter steckt eines von fünf Minimalismus Gesetzen, nämlich dem Pareto Gesetz (in diesem Video habe ich dir eine kurze Zusammenfassung gemacht). Du drehst also die klassische Ausmist-Frage um: von "Brauche ich das noch" zu "Was will ich behalten". Mit diesem Mindset gehst du dann auf die Schatzsuche behältst die Schätze und lässt alles Überflüssige los.

Hilfe beim Aufräumen und Ausmisten - Frage 2: Macht das mein Leben einfacher?

So viele Geräte sollen uns das Leben leichter machen. Zum Beispiel beim Kochen: Geräte für die Zubereitung von Mahlzeiten wie etwa einen Zwiebelschneider. Man denkt zu Beginn: "Das ist großartig! Ich hacke nicht gerne Zwiebeln, und mit diesem Gerät geht es viel schneller!" Aber dann die Ernüchterung: Du hast vielleicht keinen Geschirrspüler und spülst dein Geschirr nicht immer sofort. Wenn du es dann spülst, kleben getrocknete Zwiebeln an dem Zwiebelschneider und du erkennst: Der Zeitgewinn durch das Zwiebelschneiden ist mit dem Reinigungs- und Verwaltungsaufwand zu nichte gemacht. Behalte im leichten und einfachen Lebensstil nur Dinge, die dein Leben auch tatsächlichen einfacher machen. Bei manchen Dingen ist es nicht so klar wie beim Zwiebelschäler. Im Zweifelsfalle frage dich, ob der Zeitgewinn durch den Verwaltungsaufwand wirklich überwiegt. Dieses Vereinfachen von Komplexität ist dem Minimalismus Kiss Gesetz zuzuschreiben.

Hilfe beim Ausmisten und Ausmisten - Frage 3: Was will ich damit erreichen?

Was hoffte ich mit diesem Gegenstand zu erreichen, als ich ihn in mein zu Hause brachte? Erfüllt der Gegenstand die Erwartungen und konnte er sich behaupten? Viele weitere Fragen findest du auch in meinem Buch, "Minimalismus leben für Dummies".

Hilfe beim Aufräumen und Ausmisten - Frage 4: Ist der Mehrwert gegeben?

Erhöht der Gegenstand den Wert meines Lebens so sehr, dass er den Platz, den er einnimmt, wert ist? Wo du dein zu Hause gekauft hast, falls überhaupt, hast du auf den Quadratmeter Preis des Hauses geachtet, oder? All die Dinge in unserem Haus beanspruchen diese Quadratmeterzahl... also sollten sie den Platz auch wirklich rechtfertigen, den sie einnehmen. Wenn wir etwas aufbewahren, um es später vielleicht zu benutzen, es die letzten fünf Jahre aber nur darauf gewartet hat, benutzt zu werden, bringt es keinen Mehrwert für unser Leben und hat somit keine Berechtigung Quadratmeterzahlen einzunehmen.

Hilfe beim Entrümpeln - Frage 5: Ist der Lebenszyklus abgelaufen?

Ist es etwas, das mein früheres Ich benutzte, brauchte und/oder wollte, und bin ich heute dieselbe Person?
Vielleicht hast du vor vielen Jahren eine spezielle Heildiät gemacht und hast dafür alle möglichen Geräte angeschafft, die dir dabei halfen, entsprechend zu kochen. Aber nachdem du das durchgemacht und die gewünschten Ergebnisse erzielt hattest war der Lebenszyklus dieser Dinge für dich abgelaufen. Löse dich von Dingen, deren Lebenszyklus vorbei ist. Auch wenn sie im Schrank Platz hätten, Minimalismus Parkinson Gesetz. Wertschätze den Nutzen, den sie dir während einer bestimmten Zeitspanne gegeben haben und gib die Sachen weiter.

Aufräumen - Frage 6: Ist dieses Ding Teil meiner Identität?

Ist das etwas, was mein erhofftes zukünftiges Ich will, braucht oder benutzt, und wie wahrscheinlich werde ich diese Person sein?
Beispiel: Vielleicht hast du viel Porzellan, Kristallschalen und Serviertabletts weil du die Person sein möchtest, die gerne elegante Diners veranstaltet. Aber die Wahrheit ist, dass du noch nie ein elegantes Essen veranstaltet hast. Wenn du mit Freunden zusammenkommst, ist es sehr entspannt und spontan. Wenn du ehrlich mit dir selbst bist, möchtest du das auch nicht ändern. Wozu also Kristall und feines Porzellan aufbewahren, wenn es eh nur in deinem Schrank steht und wertvollen Platz wegnimmt, den du für etwas nutzen könntest, was deinem Leben wirklich zugute kommt? Wenn du hingegen diese Gegenstände betrachtest und denkst: "Ja, das werde ich in meinem zukünftigen Leben auf jeden Fall brauchen", dann ist das großartig. Was uns zu Frage sieben bringt.

Entrümpeln Ausmisten - Frage 7: Wann werde ich es verwenden?

Wenn ich es also verwenden werde, wann werde ich es verwenden? Die Antwort sollte realistisch sein, also in absehbarer Zeit. Lasse dich nicht auf jahrelange Aufbewahrungen ein, die später ständig ein wenig von deiner Energie zerren und ein schlechtes Gewissen bringen. Setze dir ein realistisches Datum oder eine Frist. Vergiss nicht, dich zu belohnen. Du könntest zum Beispiel sagen: "Ich werde diese Woche die Küche entrümpeln, ich werde sie komplett auf Vordermann bringen, und dann werde ich mich am Sonntag belohnen, indem ich einen Kuchen backe und das unbenutzte Tortendekorationsset benutze." Wenn du dann soweit bist und dich hinsetzt, um dein Tortendekorationsset zu benutzen, könntest du dich selbst fragen: Macht mir das wirklich Spaß? Ist das etwas, das ich fortsetzen möchte? Oder ist das nur eine Fantasie, die ich von der Person hatte, die ich sein wollte?

Minimalismus Ausmisten - Frage 8: Habe ich Angst davor, unvorbereitet zu sein?

Was ist mit Gegenständen für den Fall der Fälle. Müssen wir wirklich 20 verschiedene Kaffeetassen aufbewahren, nur für den Fall, dass eine kaputt geht? Wenn uns in den nächsten 20 Jahren eine Kaffeetasse pro Jahr kaputt geht, haben wir dann mit dem Vorrat an zusätzlichen Kaffeetassen viel Geld gespart? Versuche dich im leichten Lebensstil stattdessen an die Holschuld zu gewöhnen. Besorge dir Dinge dann, wenn der Bedarf tatsächlich entsteht.

Minimalismus Aufräumen - Frage 9: Was bekomme ich zurück?

Oft sehen wir nur den Verlust vom Objekt. Frage dich darum regelmäßig beim Ausmisten, was zurück kommt, wenn du es loslässt. Nämlich mehr Zeit und Raum. Du kannst auch so fragen: Möchte ich wirklich all diese Dinge behalten und mich damit abmühen, oder würde ich es vorziehen, sie loszulassen und mir dadurch den Alltag zu erleichtern?
So viele Dinge, die wir unbenutzt aufbewahren, stehen uns im Weg und sind eine Belastung, weil wir den ganzen Tag um sie herum arbeiten müssen. Wenn wir bis auf die Schätze reduzieren, lässt sich alles leichter wegräumen, die Schränke sind leichter zugänglich, wir müssen nicht stapeln, schieben und schubsen. Einen Stuhl brauchen wir auch nicht mehr um die höchste Ebene im Schrank zu erreichen, dieser Platz muss nämlich gar nicht mehr gefüllt werden.

Aufräumen Minimalismus - Frage 10: Warum habe ich das?

Die Frage nach dem "Warum?, zwingt dich, viele der ungesunden Motivationen aufzudecken, die überhaupt erst zu deinem Überfluss oder der Unordnung beitrugen. Diese Erkenntnis ist der erste Schritt zu einer nachhaltigen Veränderung. Das Fragen nach dem "Warum" zwingt uns dazu, uns mit Fragen der Motivation und des Impulses oder Anschaffungs-Trigger auseinanderzusetzen. Es zwingt uns, uns mit dem Grund für die Handlungen auseinanderzusetzen und ist daher stärker als die Frage "Wann habe ich es zum letzten Mal gebraucht".

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