Besitz reduzieren

Besitz reduzieren

10 Wahrheiten über Besitz und wie man ihn reduziert

Besitz reduzieren ist angesagt? Diese zehn Wahrheiten helfen die, schneller und radikaler auszumisten.
Wenn du ausmisten und entrümpeln möchtest aber nicht so recht vorwärts kommst oder wenn du schon minimalisiert aber das Gefühl hast, immer noch zu viele Sachen zu haben, dann helfen dir diese 10 Wahrheiten über Besitz. Nützlich für angehende Lebensvereinfacher aber auch für versierte Minimalisten gut zum wiederholen. Los gehts.

Besitz reduzieren – Wahrheit 1:

In fast jeder Wohnung oder Haus gibt es, nennen wir es mal Kleinkram: Sachen, die eigentlich nicht mehr wirklich gebraucht werden, von denen du dich aber trotzdem nicht trennen kannst.
Kabel, Videokasetten, Kleider und Küchengeräte haben keine Gefühle. Es macht wenig Sinn, sie in die hinterste Ecke des Schrankes zu stopfen und zu vergessen. Aus den Augen ist eben nicht wirklich aus dem Sinn. Früher oder später begegnest du diesen Sachen wieder. Spätestens wenn du aus dem Schrank etwas herausholen musst. Darum stattdessen jetzt dieses unbenutzte Zeug verkaufen, verschenken oder weggeben und so einen anderen Menschen glücklich machen und bei dir ein tatsächliches aus den Augen aus dem Sinn zu erzeugen.

Wahrheit 2:

Du siehst deine Favoriten gar nicht mehr
Durch den ganzen Ballast verdeckst du deine Schätze. Schau dir dazu auch mein Video zum Pareto Gesetz an. Je weniger unbenützten Dinge du hast, desto mehr kommen deine Lieblingssachen zur Geltung. Wenn du aber einen Haufen Gerümpel hast, dann gehen deine wertvollen Lieblingsteile (egal, ob Kleidung, Geräte, Kunstwerke) unter. Dabei hätten sie es doch verdient, nicht nur geschätzt, sondern auch gesehen zu werden. Je weniger Krimskrams du hast, desto mehr freust du dich über den übrig gebliebenen Rest.

Wahrheit 3:

Kleinkram und unbenützte Dinge kosten dich…. Zeit
Wenn du viel hast, dann ist ein grosser Besitz weniger ein Problem. Aber ein Problem gibt es dennoch: Zeit: Wer viel besitzt, der muss das auch sortieren, reinigen, warten, aufräumen und: sich daran erinnern, dass er es hat. Wie oft habe ich bei Aufräumcoachings gehört: Ah, ich wusste gar nicht, dass ich das habe.

Wahrheit 4:

Nur weil du etwas schon lange besitzt, musst du es nicht behalten.
Zum beispiel diese eine T-Shirt aus den Griechenland Ferien vor 5 Jahren. Du musst es nicht zwingend behalten. Erinnerungen sind viel mehr als ein Stück Stoff. Erzähl mir lieber eine Geschichte von deinen Griechenland Ferien. Falls du ein Teil mit emotionalem Wert dennoch unbedingt behalten willst, überlege doch mal, ob du es umfunktionieren kannst, schau dir dazu mein Video mit der SCAMPER Methode an. Taugt das Shirt vielleicht als Sofakissen? Oder das Bandshirt, dass dir dein Schwarm in der Schule geschenkt hat, hat zwar schon einen emotionalen Wert, ist aber inzwischen zu klein und sieht aus wie ein Putzlappen. Willst du das wirklich behalten?

Wahrheit 5:

Du willst Vieles verkaufen und reparieren?
Gut, an welchem Datum? Dann erledige es an diesem Tag auch wirklich. Und sonst:
Mach dir keine Illusionen, wenn es ums Verkaufen und reparieren geht. Erstens: Sei dir bewusst, dass auch das Erstellen von Inseraten viel Zeit braucht. Du musst das Teil fotografieren, beschreiben, Masse aufnehmen, online stellen, dich mit potenziellen Kunden austauschen und es dann auch noch verschicken, zur Post bringen, und den Eingang der Zahlung verwalten. Viele günstige Kleider gehen online z.B. für weniger als fünf EUR weg – ob sich dieser Aufwand da noch lohnt, ist dir überlassen. Alternativ: Spende deine Sachen. Und gleich verhält es sich mit Sachen, die du flicken willst. Wenn du etwa eine ganze Schublade voller Zeug hast, das «erst noch repariert werden muss», dann solltest du dich fragen, ob sich der Aufwand wirklich lohnt. Denk daran: Das Glücksgefühl das sich bei dir einstellt, wenn du es nicht mehr reparieren oder verkaufen musst, ist höher als der ganze Aufwand.

Wahrheit 6:

Du brauchst keine Dinge, um dich zu erinnern
Nochmals zu den Erinnerungen, einer der grössten Stolpersteine beim Ausmisten. Du hast vielleicht ein altes Teeset von deiner Oma oder Mitbringsel aus schönen Ferien. Klar möchte man diese Dinge nicht einfach so entsorgen, aber sind wir mal ehrlich: Du brauchst sie nicht, um in Erinnerungen zu schwelgen. Falls du das Teeset von Oma nicht brauchst und nur ihr zu liebe behältst, löse dich davon. Gib es jemandem, der wirklich etws damit anfgangen kann. Du zeigst so mehr Würde deiner Oma gegenüber als wenn du es unbenutzt in deinem Schrank vergammeln lässt.

Wahrheit 7:

Du gewinnst immer etwas, wenn du Dinge loslässt, die dir nicht mehr dienen.
Zeug loszuwerden, sorgt für Platz, der nicht immer mit neuem Kram gefüllt werden soll oder muss. Schau dir dazu mein Video mit dem Parkinson Gesetz an, wo es um die unkontrollierte Ausdehnung von Raum und Zeit geht. Ausserdem gewinnst du Zeit, wenn du nicht ständig irgendwas suchen, putzen oder aufräumen musst und laut diversen Experten sorgt ein aufgeräumter Raum für Ruhe und einen aufgeräumten Kopf. Machs also für deine Gesundheit.

Wahrheit 8:

Was du jetzt nichst magst, wirst du wohl auch nicht plötzlich mögen.
Beispiel: Eine schöne, rote Trainingshoste, die du behältst, weil man die «immer mal brauchen kann», aber du hast sie nie an, weil sie dir nicht gefällt. Weg damit! Entweder du brauchst sie tatsächlich nie oder du hast jetzt die Gelegenheit, eine neue zu kaufen, die dir besser gefällt.

Wahrheit 9:

Geschenke haben ihren Zweck manchmal schon erfüllt
Beispiel: Du hast ein schlechtes Gewissen, weil die du die Vase entsorgen möchtest, die dir eine töpfernde Freundin geschenkt hat. Aber versuche es doch mal so zu sehen, als hätte das Geschenk seinen Zweck schon erfüllt: Es hat dem Schenkenden eine Möglichkeit gegeben, seine Wertschätzung auszudrücken. Deswegen musst du es aber nicht für immer behalten.

Wahrheit 10:

Dein Zuhause ist kein Lagerraum
«Ich behalte das, das kann ich bestimmt irgendwann in der Zukunft mal brauchen!» klingt zwar praktisch, ist aber der erste Schritt zum Messietum. Lass es doch einfach. Im Minimalismus sollen dir die Dinge dienen und nicht du den Dingen.
Jetzt wünsche ich dir weiterhin eine gute Minimalismus und Entrümplungsreise. Und denk daran:
Deine unbenutzten Dinge könnten anderen Menschen Freude machen, warum sie dann also bei dir vegetieren lassen. Damit tust du niemandem einen Gefallen, am allerwenigsten dir selber.
Wenn du ungebliebte Sachen weggibst, gibst du ihnen die Chance, eine gelibete Sache zu werden: Andere Menschen haben an deinen unbenutzten Dingen vielleicht noch viel Freunde und Verwendung.

2 Kommentare
  1. Finde ich super dein coaching.Wäre interessiert von dir ein Angebot zu erhalten.Danke Rinaldo Maruozzo, 4332 Stein AG

    • Hi Rinaldo, danke für deine Nachricht. Ich melde mich via E-Mail bei dir. Gruss, Selim

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